Natur- und Landschaftsschutz

Auf dem gesetzlich vorgeschriebenen "Scoping-Termin" erörtern die an der Planung der A 33 Nord beteiligten Behörden und Vertreter anerkannter Umweltverbände, welche Untersuchungen und Gutachten erforderlich sind, um das Projekt auf seine Umweltverträglichkeit hin zu prüfen. Dieser Termin fand am 31. Oktober 2013 statt.

Sowohl Land als auch Bund kommen zu dem Schluss, dass die gewählte Vorzugstrasse alle Voraussetzungen erfüllt, um die aus Umweltsicht negativen Folgen der A 33 Nord so gering wie möglich zu halten. Als hierfür notwendige Maßnahmen wurden u. a. benannt:

  • Mindestens vier Grünbrücken mit einer Mindestbreite von 50 Metern im Bereich des Fauna-Flora-Habitats (FFH-Gebiet) im Wiehengebirge. Die Bereiche zwischen den Grünbrücken müssen dabei so gestaltet werden, dass Fledermäuse und andere Wildtiere ohne Schwierigkeiten zu diesen Querungsmöglichkeiten finden. Dies kann durch Leit- und Schutzpflanzungen oder durch Schutzzäune geschehen.
  • Optimierung der Nahrungsgrundlage im FFH-Gebiet für die Mausohrpopulation in Engter.
  • Risikomanagement zur laufenden Überprüfung der Wirksamkeit des Schutzkonzeptes; ggf. Definition von notwendigen Anpassungsmaßnahmen.
  • Ausgleich bzw. Ersatz von durch den Autobahnbau zerstörten Waldflächen.
  • Minimierung der Auswirkungen auf den Geländewasserhaushalt.
  • Gewinnung von Ton im Einflussbereich der A 33 nur dann, wenn im Zuge der forstlichen Nutzung ohnehin Wald gerodet wird.
  • Ausführliche Baugrunduntersuchungen zur Abschätzung eines Risikos der Entstehung von Einsturzdolinen im Trassenbereich.
  • Landwirtschaftliche Flächen und Wege sollen so wenig wie möglich zerschnitten werden.